Was treibt Satisfied Guy an? Gesprayte Gesichter erobern Hamburgs Wände
In Hamburg prägt ein immer wiederkehrendes Graffiti vielerorts das Stadtbild: ein mit nur einer Linie gezeichnetes Gesicht, das der Sprayer „Satisfied Guy“ nennt. Er sagt, er habe mit dem Malen von Gesichtern begonnen, weil sich dieses Motiv aus dem Buchstabendschungel der Stadt abhebe und alle Menschen anspreche.
Seine Werke sind vor allem in Hamburger Szenevierteln zu sehen, inzwischen aber auch in Frankfurt an der Oder, Frankfurt am Main, Dresden, Berlin und Köln. Außerdem soll er in Kopenhagen, Amsterdam und Palermo gesprayt haben. Mit seinen Arbeiten wolle er zeigen, dass jeder etwas verändern könne, auch das öffentliche Stadtbild.
Zu den aufwendigsten Projekten zählte für ihn nach eigenen Angaben eine Aktion im Jahr 2023 an der damaligen Commerzbank am Rödingsmarkt. Dort habe er das Gebäude von beiden Seiten und über elf Etagen mit mehr als 222 Werken bemalt. Graffiti ohne Zustimmung der Eigentümer sind illegal und können als Sachbeschädigung gelten. Die Polizei kennt das Motiv, der Urheber bleibt jedoch unklar.
