300 Millionen Euro Schaden: Europaweite Razzia wegen Betrugs mit Mogelhandys
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300 Millionen Euro Schaden: Europaweite Razzia wegen Betrugs mit Mogelhandys

Bei einer europaweiten Razzia gegen mutmaßlichen Betrug mit online verkauften Handys sind nach Angaben der Europäischen Staatsanwaltschaft rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern durchgeführt worden, auch in Deutschland. Verbrauchern in der EU soll dabei ein Schaden von mindestens 300 Millionen Euro entstanden sein. Demnach wurden gebrauchte Geräte aus zusammengestellten Teilen als Neuware verkauft.

Nach Ermittlerangaben liefen die Geschäfte über Lager in mehreren Ländern, darunter Deutschland und die Niederlande. Mehr als eine Million Handys führender Hersteller sollen seit 2018 auf diese Weise vertrieben worden sein. Zudem steht der Verdacht im Raum, dass über Briefkastenfirmen eine Steuerregelung missbraucht wurde. Dadurch soll in mehreren EU Staaten ein Mehrwertsteuerausfall von 30 Millionen Euro entstanden sein, davon mindestens 25 Millionen Euro in Deutschland.

An der Aktion waren etwa 1770 Steuer, Zoll und Polizeifahnder beteiligt. In Krefeld wurde eine Lagerhalle durchsucht, in der sich nach Schätzungen 10.000 bis 15.000 Handys befanden. Sieben Verdächtige wurden bereits festgenommen, darunter zwei mutmaßliche Anführer der Organisation.

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