Krawalle in Turin: Italienische Schüler protestieren gegen Meloni Regierung
In mehreren italienischen Städten haben tausende Schüler und Studenten gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni demonstriert. In Turin kam es dabei zu Krawallen, als Augenzeugen zufolge Steine und Flaschen in Richtung der Polizei flogen. Die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Auch in Rom gab es kleinere Auseinandersetzungen.
Die Proteste richteten sich gegen die Bildungs und Verteidigungspolitik der rechtsgerichteten Regierung. In Rom zogen mehrere tausend junge Menschen vom Kolosseum zum Bildungsministerium. In Turin beteiligten sich auch Lehrkräfte und forderten höhere Gehälter sowie mehr Personal. Nach Medienberichten wurden dort bereits rund zehn Schulen besetzt.
Die Demonstrationen finden vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten statt. Im September lag die Inflationsrate bei 4,2 Prozent. Auch in anderen Städten gingen junge Menschen auf die Straße, während Bauern und Transportunternehmer bereits gegen die hohen Treibstoffpreise protestiert hatten.
