Studentenproteste in der albanischen Hauptstadt Tirana eskalieren
In der albanischen Hauptstadt Tirana ist es am zweiten Tag in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Bildungspolitik der Regierung gekommen. Studierende setzten Mülltonnen in Brand und rissen Absperrgitter vor dem Bildungsministerium nieder. Unterstützung erhielten sie von Gymnasiasten, die den Unterricht verließen und sich den Protesten anschlossen.
Auch die oppositionelle Demokratische Partei stellte sich hinter die Demonstrierenden und sagte ein Treffen ihrer Parlamentsfraktion ab. Bereits am Vortag war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen nach Behördenangaben mehrere Menschen festgenommen und Dutzende Anzeigen registriert wurden. Protestiert wird vor allem gegen schlechte Berufsperspektiven, Studiengebühren und die Zustände an den Universitäten.
Am Dienstag wurden bei den Ausschreitungen im Stadtzentrum Geschäfte und Banken beschädigt, zudem wurde der Sitz der Stadtverwaltung gestürmt. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke ein. Fünf Beamte wurden suspendiert.
