Falschaussage des Landgerichts?: Zeit Chef: Tonaufnahmen zum Block Prozess nicht freiwillig herausgegeben
Der Zeit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat der Darstellung des Hamburger Landgerichts widersprochen, eine Journalistin seines Hauses habe Tonaufzeichnungen zum Block Prozess freiwillig an Ermittlungsbehörden übergeben. Er sprach von einem schwerwiegenden Eingriff und sagte, die Herausgabe sei unter starkem Druck erfolgt.
Nach seinen Angaben sollten mit der Übergabe eine Durchsuchung und die Beschlagnahme weiterer Unterlagen verhindert werden. Das Landgericht hatte zuvor erklärt, die betroffene Journalistin habe die geforderten Gegenstände freiwillig herausgegeben. Di Lorenzo sprach von insgesamt 80 Stunden Gesprächsaufnahmen, die nun öffentlich werden könnten.
Die Zeit teilte mit, dass Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt am Montagmorgen die Geschäftsräume des Verlagshauses in Hamburg aufgesucht und mit einer Durchsuchung gedroht hätten. Anschließend erließ das Gericht nach Angaben einer Sprecherin einen Beschluss für die Berliner Wohnung der Journalistin.
