Türkische Regierung erhöht Druck auf Medien im Internet
Die türkische Regierung erhöht den Druck auf Medien im Internet. Allein im September ordnete sie Sperren gegen rund 1.300 X Accounts an. Betroffen waren Journalisten, Medien und Menschenrechtsorganisationen.
Auch die unabhängige Onlinezeitung T24 ist von einer Sperre betroffen. Ein Gericht ließ die gesamte Internetseite sowie den Account auf X blockieren. Gegen die Redaktion wird der Vorwurf der sogenannten LGBT Propaganda erhoben. Die Staatsanwaltschaft führt dafür 118 Beiträge an, die innerhalb eines Jahres veröffentlicht worden sein sollen. Die Anwälte von T24 weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einem unverhältnismäßigen Eingriff in die Meinungs und Pressefreiheit.
Für unabhängige Medien in der Türkei sind Internetseiten und soziale Netzwerke besonders wichtig, weil sie dort ihre Berichte direkt verbreiten können. T24 will nun vor das türkische Verfassungsgericht ziehen.
