Nobelpreisträgerin Machado: Weiter im Exil mit wenig Einfluss
Vor einem Jahr erhielt die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corinna Machado den Friedensnobelpreis. Das Komitee würdigte ihren Einsatz für die Demokratie in Venezuela trotz Repressionen und Leben im Untergrund. Der Preis galt im Land zunächst als Zeichen der Hoffnung, doch Machado ist weiter im Exil.
Im Ausland suchte sie die Nähe zu rechten Kräften wie Javier Milei, dem Bolsonaro Lager und der spanischen Partei Vox. Auch um Unterstützung von Donald Trump warb sie intensiv. Kritiker sehen darin eine problematische Nähe zu Kräften, die selbst demokratische Institutionen angegriffen haben.
Eine Rückkehr nach Venezuela blieb bisher verwehrt. Ihr siebter Einreiseversuch Ende September scheiterte erneut, ihr Umfeld macht politische Blockaden dafür verantwortlich. Nach Angaben aus ihrem Umfeld droht ihr bei einer Rückkehr Haft. Bei Demonstrationen zeigt sich jedoch weiterhin Rückhalt in der Bevölkerung.
