Nord Stream Anschlag: Diese Indizien belasten den mutmaßlichen Saboteur
Wenige Tage vor dem Prozessbeginn vor dem Hamburger Oberlandesgericht verdichten sich die Hinweise gegen den ukrainischen Offizier Serhii K. Er soll laut Anklage das Sabotage Kommando bei der Sprengung der Nord Stream Pipelines in der Ostsee angeführt haben. Gegen ihn liegen nach Ermittlungen von BKA und Bundespolizei unter anderem Fotos, Grenzdaten, Handyfunde und abgehörte Telefonate vor.
Nach den Erkenntnissen der Ermittler soll K. mit einem Team sechs Sprengsätze an drei der vier Leitungen angebracht haben. Das Kommando nutzte demnach die Segelyacht Andromeda, die in Rostock Warnemünde gechartert worden war. Die Ladungen detonierten am 26. September 2022 und zerstörten die Röhren.
Die Bundesanwaltschaft wirft K. unter anderem Kriegsverbrechen und die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen vor. Seine Verteidigung sieht dagegen keinen unmittelbar belastbaren Beweis für eine Beteiligung. Ein weiterer Verdächtiger, der ukrainische Taucher Vladimir Z., sitzt in Kroatien in Auslieferungshaft.
