EU und China ringen um Handelsausgleich
Die EU und China suchen angesichts wachsender Spannungen im Handel nach einem Ausgleich. Im Mittelpunkt stehen die massiven Lieferungen von Kleinpaketen aus China nach Europa und die Kritik an der bisherigen Zollregelung für Sendungen unter 150 Euro. Ab Juli sollen für private Sendungen aus Drittländern Zölle fällig werden, später folgt eine Bearbeitungsgebühr, ab 2028 gelten mit dem EU Customs Data Hub reguläre Zollsätze.
EU Handelskommissar Maroš Šefčovič sprach in Brüssel von einem nicht nachhaltigen Trend, da Chinas Exporte in die EU weiter steigen und der europäische Marktanteil in China sinkt. EU und China vereinbarten einen gemeinsamen Mechanismus zur Überwachung der Handelsströme. China kritisiert zugleich neue EU Vorgaben wie den Industrial Accelerator Act und den Cyber Security Act 2, die aus Pekinger Sicht chinesische Unternehmen benachteiligen.
Bei Seltenen Erden näherten sich beide Seiten an. China sagte zu, dass Exportkontrollen die Lieferketten der EU nicht beeinträchtigen sollen. Šefčovič will im Oktober nach China reisen.
