Fahnder fassen Kopf der russischen Hackergruppe Qilin beim Urlaub in Tokio, Auslieferung nach NRW, weltweit fast 4000 Unternehmen erpresst
Nordrhein Westfalens Ermittlern ist ein Schlag gegen die russische Hackergruppe Qilin gelungen. Mit Hilfe der japanischen Polizei nahmen sie im Mai in Tokio einen 28 jährigen Russen fest, der nach Angaben von NRW Innenminister Herbert Reul zu den führenden Köpfen der Gruppe gehören soll. Am vergangenen Freitag wurde er nach Deutschland überführt und sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.
Die Gruppe Qilin soll seit 2024 weltweit fast 4000 Unternehmen erpresst haben, davon 150 in Deutschland und 30 in Nordrhein Westfalen. Die Lösegeldforderungen sollen sich auf fast drei Milliarden US Dollar belaufen haben, mehr als 140 Millionen Dollar sollen gezahlt worden sein. Betroffen waren vor allem Gesundheitswesen, Industrie, Kanzleien und kritische Infrastruktur. Die Täter nutzten sogenannte Ransomware, mit der sie Daten verschlüsselten und zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Dateien drohten.
