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Äthiopiens Tigray Krieg könnte auf Eritrea übergreifen

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed hat inmitten des eskalierenden Konflikts in Tigray seine zweite Amtszeit angetreten. Zugleich bekräftigte er den Anspruch seines Landes auf einen direkten Zugang zum Roten Meer. Auf welche Weise dies erreicht werden soll, ließ er offen. Beobachter sehen darin eine weitere Belastung für die Beziehungen zu Eritrea, das einen strategisch wichtigen Hafen in Assab kontrolliert.

Nach Einschätzung von Experten könnte der Konflikt über Tigray hinaus auf Eritrea übergreifen. Vor allem die Kontrolle über Verkehrs und Handelsrouten, darunter die Verbindung über Dschibuti, spielt dabei eine Rolle. In Äthiopien übernahmen die Streitkräfte zuletzt die Kontrolle über Mekelle, während sich die Tigray Volksbefreiungsfront in Richtung der Grenze zurückgezogen hat. Lokale Behörden meldeten zudem, Eritrea habe Soldaten in die äthiopische Region entsandt.

Auch diplomatisch verschärft sich die Lage. Äthiopien wies zuletzt Vertreter aus Eritrea und Ägypten aus dem Land. Experten halten es für möglich, dass die Regierung ihren Anspruch auf den Zugang zum Meer notfalls mit Gewalt durchsetzen will.

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