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Wohin steuert Spanien nach der Ankündigung von Neuwahlen?

Spanien steht nach der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen am 29. November vor einer erneuten politischen Richtungsentscheidung. Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte damit auf die Niederlage seiner Regierung im Parlament, nachdem seine Notdekrete zur Wohnungskrise gescheitert waren. Die sieben Abgeordneten der katalanischen Partei Junts hatten das Vorhaben blockiert.

Die Wohnungsnot zählt seit Jahren zu den größten Sorgen im Land. Nach Schätzungen der spanischen Zentralbank fehlen rund 750.000 Wohnungen, bis 2028 könnte die Marke von einer Million überschritten werden. Mehr als die Hälfte der 18 bis 34 Jährigen lebt noch bei den Eltern oder ist finanziell von ihnen abhängig. Zugleich steigen die Immobilienpreise deutlich schneller als die Löhne.

Politisch bleibt die Lage angespannt. Die konservative PP gilt zwar als Favoritin für die stärkste Fraktion, doch die rechtspopulistische Vox legt zu und könnte für eine Mehrheit im rechten Lager entscheidend werden. Sánchez, der seit 2023 ohne eigene Mehrheit regiert, hatte zuletzt auch wegen der Krise in Ceuta und mehrerer Korruptionsaffären an Rückhalt verloren.

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