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Anschlag in Moskau: Warum Geheimdienste ihr Wissen teilen

Geheimdienste arbeiten grundsätzlich im Verborgenen, tauschen in bestimmten Fällen aber auch Informationen aus. Im Fall des Anschlags im Moskauer Vorort Krasnogorsk hatten die USA Russland bereits am 7. März vor möglichen Angriffen auf große Menschenansammlungen in Moskau gewarnt, darunter Konzerte. Wenige Stunden nach den ersten Notrufen nach dem Anschlag verwies das Weiße Haus erneut auf diese Warnung und teilte mit, die Informationen seien auch an russische Stellen weitergeleitet worden.

Der Terrorismusforscher Peter Neumann sieht darin ein Zeichen dafür, dass russische Stellen die Warnung nicht ernst genug genommen haben. Sicherheitsexperte Michael Götschenberg erklärt, dass Staaten sich über ihre Geheimdienste grundsätzlich vor geplanten Anschlägen warnen, diese Zusammenarbeit mit russischen Diensten wegen des Kriegs gegen die Ukraine aber vermutlich weitgehend zum Erliegen gekommen sei.

Besonders im Bereich des internationalen Terrorismus sei die Zusammenarbeit dennoch wichtig, da Gruppen wie der IS Ableger ISPK über Ländergrenzen hinweg agierten. Götschenberg zufolge tauschen westliche Geheimdienste Informationen konsequent aus, und deutsche Behörden hätten in den vergangenen Jahren mehrere mutmaßliche Anschlagspläne frühzeitig durchkreuzt.

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