Wie Chinas Mafia Onlinebetrug in Myanmar organisiert
In Myanmar sind Tausende Menschen in geheimen Betrugsfabriken festgehalten und gezwungen, Menschen in Europa, den USA und China online um Geld zu bringen. Zu den Opfern gehören auch Lucas aus Westafrika und Aaron aus dem südlichen Afrika, die in eine Anlage namens KK Park verschleppt wurden.
Dort mussten sie unter Druck arbeiten, Wochenziele erreichen und erlitten bei Misserfolg Bestrafungen. Der Komplex im Karen Staat ist eine von mindestens zehn Betrugsfabriken in der Region und seit 2020 stark gewachsen. Bewacht wird er nach Angaben ehemaliger Insassen von bewaffneten Soldaten.
Die Beute stammt aus Online Betrug mit Kryptowährungen. Das Geld fließt über verschiedene Wege bis zu einem chinesischen Geschäftsmann und führt von dort zu einem Netzwerk chinesischer Triaden. Die Vereinten Nationen schätzen, dass mit Online Betrug in Südostasien inzwischen mehr verdient wird als mit dem Drogenhandel. Lucas und Aaron konnten später mit Hilfe eines Fluchthelfers entkommen und in ihre Heimat zurückkehren.
