Debatte über Meinungsfreiheit: Warum viele ihre Meinung lieber für sich behalten
Meinungsfreiheit gilt in den USA für neun von zehn Amerikanern als Grundpfeiler der Demokratie. Dennoch wächst an Universitäten und auch darüber hinaus das Gefühl, politische Ansichten nicht mehr offen äußern zu können. Studien zeigen, dass sich immer weniger Studierende im Hörsaal oder auf dem Campus frei fühlen und viele ihre Meinung aus Angst vor negativen Folgen zurückhalten.
An der Universität Dallas sprechen Studierende wie Raya und Muhammad kaum über Politik. Stattdessen sei ihnen ein respektvoller Umgang wichtiger, um sich nicht durch politische Ansichten spalten zu lassen. Auch Wissenschaftler wie Cullum Clark vom George W. Bush Institute sehen an Hochschulen ein Klima von Gruppendenken und Selbstzensur.
Nach aktuellen Untersuchungen der Knight Foundation fühlen sich nur noch 54 Prozent der Amerikaner frei, politische Ansichten offen zu äußern. Eine Befragung des Freedom Forum ergab zudem, dass 65 Prozent ihre Ansichten zumindest teilweise für sich behalten.
