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Maria Kolesnikowa beim Beethovenfest

Maria Kolesnikowa hat beim Beethovenfest in Bonn die Bedeutung von Kultur für freie Gesellschaften hervorgehoben. Die belarussische Flötistin und Oppositionelle, die fünf Jahre in Haft verbrachte, davon drei in Einzelhaft, sprach über die Kraft der Kunst und sagte, autoritäre Systeme begegneten unabhängiger Kultur häufig mit Misstrauen.

Bei einer Podiumsdiskussion bezeichnete sie Russlands Angriff auf die Ukraine als Angriff auf europäische Werte und europäische Kultur. Kolesnikowa, die inzwischen wieder frei ist und in Berlin lebt, erinnerte in Bonn auch an die weiterhin mehr als 800 politischen Gefangenen in ihrer Heimat. Beim Beethovenfest verwies Intendant Steven Walter darauf, dass Kunst Begegnungsräume schaffe und Menschen helfe, Ambivalenz auszuhalten.

Den Abschluss des Festivals gestaltete das BBC Philharmonic Orchestra unter Anja Bihlmaier mit Johannes Brahms Requiem. Das Beethovenfest 2026 verzeichnete nach vier Wochen mit rund 35.000 Gästen die höchste Besucherzahl seit zehn Jahren.

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