Bundeswehr hilft Polen beim Schutzwall gegen Russland
Seit zwei Jahren baut Polen entlang der Grenze zu Russland und Belarus einen rund 800 Kilometer langen Schutzwall, der die Ostflanke der NATO sichern soll. Die Regierung in Warschau sieht darin eine Abschreckung gegen einen möglichen Angriff aus dem Osten und hat ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Für 2026 sind 200 Milliarden Zloty vorgesehen, umgerechnet etwa 46 Milliarden Euro.
Seit Juni helfen etwa 40 deutsche Pioniere beim Bau der Anlagen in Masuren nahe der russischen Grenze. Sie errichten Sperren, die Angriffe mit Kampfpanzern erschweren sollen. Nach Angaben polnischer Militärs haben die deutschen Soldaten in sechs Wochen mehr als einen Kilometer der Verteidigungsanlagen angelegt. Der deutsche General Tilo Gante sprach von einer offiziellen Mission der Bundeswehr zur Unterstützung des Ostschilds.
Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen im Sicherheitsbereich wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine weiter ausgebaut. Beide Länder unterzeichneten im Juni 2026 ein Verteidigungsabkommen. Bei den Feierlichkeiten zum Tag der polnischen Streitkräfte am 15. August 2026 waren auch drei deutsche Flugzeuge beteiligt.
