Bitcoin und Zinsen: Warum Staatsanleihen den Kurs bremsen
Bitcoin hat am Mittwoch kurz nach neuen US Inflationsdaten zugelegt, fiel im Verlauf des Tages aber wieder unter 84.000 US Dollar. Auslöser der kurzen Reaktion war der PCE Preisindex für August, der mit 3,4 Prozent im Jahresvergleich unter den Erwartungen lag. Für den Juli wurde der Wert zugleich nach neuer Berechnung ebenfalls auf 3,4 Prozent angepasst.
An den Finanzmärkten verschob sich daraufhin die Erwartung für die nächste Zinserhöhung der US Notenbank. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt am 28. Oktober sank laut CME FedWatch von 64,2 Prozent vor einer Woche auf 28,2 Prozent am Freitagmorgen. Einige Banken rechnen inzwischen erst im Dezember mit einer Erhöhung. Dennoch bleiben die US Staatsanleihen ein Belastungsfaktor für Bitcoin.
Die Renditen von zehnjährigen US Staatsanleihen stiegen auf 5,33 Prozent, den höchsten Stand seit April 2002. Bei 30 jährigen Anleihen lag die Rendite bei 5,67 Prozent. Bitcoin bewegte sich in dieser Woche zwischen etwa 82.600 und 85.300 US Dollar und lag am Freitagmorgen bei knapp 86.000 US Dollar.
