Bundeswehr bekommt sexuelles Fehlverhalten nicht unter Kontrolle
Die Bundeswehr steht wegen des Umgangs mit sexuellem Fehlverhalten unter Druck. Recherchen von REPORT MAINZ zufolge melden Betroffene Vorfälle oft nicht oder erst spät, aus Angst vor Nachteilen in der Truppe. Experten sprechen von einem Führungsversagen und fordern klarere Meldewege, bessere Schulungen und mehr Schutz für Betroffene.
Eine 19 Jahre alte Marine Soldatin schildert, sie habe nach einer Meldung über sexuelle Belästigung durch einen ranghöheren Kameraden monatelang Mobbing und Drohungen erlebt, bevor sie versetzt wurde. Auch die Zahl der Verdachtsmeldungen stieg zuletzt von 413 im Jahr 2024 auf 472 im Jahr 2025. Das Verteidigungsministerium spricht von einem überproportionalen Anstieg und verweist auf weitere Ausbildung und eine Null Toleranz Politik. Frauen machen in der Bundeswehr derzeit 13,6 Prozent aus.
