Westjordanland: Siedler verhindern die Rückkehr vertriebener Palästinenser
Im Westjordanland hat sich die Familie Tubassi nach eigenen Angaben gegen die Vertreibung aus ihrem Haus im Dorf Dschalud gewehrt, konnte jedoch nicht in ihr Zuhause zurückkehren. Mahmude Tubassi berichtet, dass extremistische israelische Siedler das Haus über Wochen belagert, mit Steinen beworfen und beschädigt sowie Wasser und Strom abgeschnitten hätten.
Obwohl ein Gericht der Familie das Recht zur Rückkehr zusprach und israelische Soldaten sowie Grenzpolizisten sie zunächst zurückbegleiteten, kam es kurz danach erneut zu Angriffen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden dabei drei Grenzpolizisten verletzt, zwei Siedler festgenommen und Gebäude sowie Autos angezündet.
Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte die Gewalt scharf und sprach von einer Handvoll Randalierer. Die Familie Tubassi lebt inzwischen in einem anderen Dorf im Westjordanland und geht davon aus, dass ihr Haus vollständig zerstört ist.
