Viele Stimmen, wenig Macht: die AfD nach den Wahlen
Die AfD hat bei den Wahlen in Mecklenburg Vorpommern und Berlin deutlich zugelegt, bleibt nach den bisherigen Ergebnissen aber wohl in beiden Bundesländern in der Opposition. In Mecklenburg Vorpommern wurde sie nach einer Hochrechnung mit fast 38 Prozent stärkste Partei und lag knapp vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In Berlin kam sie auf etwa 16 Prozent und verfehlte damit ihr Ziel, stärkste politische Kraft zu werden.
AfD Co Vorsitzender Tino Chrupalla sprach im ARD Fernsehen von einem klaren Regierungsauftrag und kündigte Gespräche mit anderen Parteien an. Parteichefin Alice Weidel bezeichnete die AfD nach den Verlusten der Christdemokraten als neue Volkspartei und verwies auf fehlende Abgrenzungen ihrer Partei.
Gleichzeitig bleibt die Suche nach Mehrheiten schwierig. Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen Anhalt zeichnet sich keine Koalition mit anderen Parteien ab. In Berlin und Mecklenburg Vorpommern begleiteten zudem Proteste und Negativschlagzeilen den Wahlkampf.
