Trump Route im Kaukasus: Investor mit russischen Wurzeln
Ein russisch amerikanischer Unternehmer mit armenischen Investitionen steht im Mittelpunkt eines neuen US Fonds für das Infrastrukturprojekt TRIPP, auch als Trump Route bekannt. Konstantin Sokolov, der in Chicago die Investmentfirma IJS Investments gründete, leitet den in den USA registrierten Trans Caspian Enterprise Fund mit einem Startkapital von über 200 Millionen US Dollar. Der Fonds soll in den Ländern des Südkaukasus und Zentralasiens investieren und das Projekt finanzieren.
Die Trump Route ist als Transitkorridor geplant, der Aserbaidschan über armenisches Gebiet mit der Exklave Nachitschewan verbinden soll. Das Vorhaben ist Teil eines Friedensdeals zwischen Baku und Jerewan und soll nach Einschätzung von Experten auch eine Handelsverbindung schaffen, die Russland und den Iran umgeht.
Sokolov hat bereits zuvor in Armenien investiert, unter anderem beim Telekommunikationsanbieter Viva Armenia und bei der armenischen Tochter von Rostelekom. Auch der Kauf der Kupfer Molybdän Lagerstätte Teghut wird ihm zugerechnet. In Armenien wird über seine Rolle kontrovers diskutiert, während Regierung und Anhänger westliches Kapital begrüßen und die Opposition das Projekt als Sicherheitsrisiko sieht.
