Westjordanland: Netanjahu verurteilt Siedlergewalt ungewöhnlich scharf
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt. Er sprach von „kriminellen Gewalttaten“ einer „Handvoll Randalierer“ in den Dörfern Kusra und Dschalud. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten Israels Ansehen in der Welt.
In Kusra hatten am Samstag dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, in dem sich auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser.
Auch im nahegelegenen Dschalud griffen Siedler nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa eine palästinensische Familie sowie ein ausländisches Medienteam an. In Kusra kam es seit Anfang August wiederholt zu Auseinandersetzungen, nachdem Siedler mehrere palästinensische Häuser belagert und Bewohner nach deren Angaben von Versorgungsgütern abgeschnitten hatten.
