Himalaya Sturzflut: Zahl der Toten steigt weiter
Nach der Sturzflut im Himalaya werden weiter mehr als 2000 Menschen vermisst, darunter auch eine hohe einstellige Zahl deutscher Staatsbürger. Die Flut war am Mittwoch nach einem Gletscherabbruch im Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China ausgelöst worden. Wassermassen, Schlamm und Geröll rissen ganze Ortschaften mit sich, zerstörten Brücken, Straßen und viele Kraftwerke.
In Nepal wurden inzwischen mehr als 620 Tote gezählt, in China fünf. Die Rettungsarbeiten werden durch enorme Schlammmassen und Regenfälle erschwert. Nach Angaben der nepalesischen Armee sind derzeit 14 Rettungshubschrauber im Einsatz, mehr als 4400 Menschen wurden bis Freitagabend gerettet.
Nepal verlangt vor allem spezialisierte Hilfe beim Wiederaufbau, bei der Rettung von in Tunneln eingeschlossenen Menschen und bei der Wiederherstellung von Verkehrsverbindungen. Für den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur werden nach ersten Schätzungen vier bis fünf Milliarden Dollar veranschlagt.
