Gedenken an den Mauerbau: Warnung vor Geschichtsvergessenheit
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Gedenken an den Mauerbau: Warnung vor Geschichtsvergessenheit

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus ist in der Bernauer Straße in Berlin Mitte bei einer zentralen Gedenkfeier an die Opfer der deutschen Teilung erinnert worden. Rund 120 Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft nahmen teil, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.

Klöckner warnte davor, die Geschichte zu verdrängen oder zu verharmlosen. Die frühere Grenze sei zwar fast unsichtbar geworden, wirke aber in den Köpfen weiter. Sie rief dazu auf, aus der Geschichte zu lernen und einander zuzuhören. In der Kapelle der Versöhnung gedachte sie auch der Mauertoten, darunter Günter Litfin.

Weimer wandte sich gegen eine Verharmlosung des SED Regimes und sprach von einer brutalen Diktatur ohne freie Wahlen, Pressefreiheit und Reisefreiheit. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, Freiheit und Demokratie seien nicht selbstverständlich. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier erinnerte daran, dass mindestens 260 Menschen an der Mauer ums Leben kamen.

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