Haftstrafen gegen "Letzte Verteidigungswelle", ein Kommentar
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Haftstrafen gegen “Letzte Verteidigungswelle”, ein Kommentar

Das Hamburger Oberlandesgericht hat acht mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle Letzte Verteidigungswelle zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt. Grundlage waren unter anderem versuchter Mord, Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung. Die Gruppe hatte Brandanschläge auf Flüchtlinge und Linke geplant und Menschen ins Visier genommen, die sie für pädophil hielten.

Zwei der Verurteilten verübten als 15 Jährige einen Brandanschlag auf ein Kulturzentrum in Altdöbern im Süden Brandenburgs. Das Gebäude brannte nieder, die dort schlafende Familie überlebte. Ein weiterer geplanter Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in der Nähe wurde durch den Hinweis einer Journalistin verhindert.

Die Mitglieder der Gruppe hatten sich in WhatsApp Gruppen organisiert. Der Fall wird als Ausdruck einer zunehmenden Radikalisierung junger Menschen im rechtsextremen Milieu beschrieben, in dem besonders der Süden Brandenburgs als Region mit starkem Rechtsruck gilt.

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