Gold reagiert nicht auf die Krise, sondern auf ihre Inflationsfolgen
Gold reagierte am Dienstag auf die geopolitische Entspannung im Nahen Osten vor allem über die Ölpreise und die damit verbundenen Inflationserwartungen. Berichte über Vermittlungsbemühungen Katars zwischen Washington und Teheran drückten Brent zeitweise um mehr als vier Prozent. Dadurch nahm ein Teil des Inflationsdrucks ab, was die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen in den USA dämpfte und den Goldpreis zunächst stützte.
Im Handel zog Gold anfangs an, gab einen Teil der Gewinne später aber wieder ab. Reuters meldete zwischenzeitlich einen Spotpreis von 4.078,10 US Dollar je Feinunze, während der Kurs im weiteren Verlauf wieder zurückfiel. Auch die Goldfutures bewegten sich zeitweise höher.
Die Entwicklung zeigt, dass Gold im aktuellen Konflikt nicht nur auf Sicherheitsbedenken reagiert, sondern stark von Ölpreis, Inflation und Zinserwartungen beeinflusst wird. Trotz diplomatischer Signale blieb die Unsicherheit über den Konflikt bestehen.
