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Mehr Firmenpleiten: Was bedeutet das für das Wachstum?

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland liegt weiter auf hohem Niveau. Im Juni war die Insolvenzquote bei Personen und Kapitalgesellschaften nach einer Studie des Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung Halle um 80 Prozent höher als in einem durchschnittlichen Juni der Jahre 2016 bis 2019. Besonders relevant sind diese Unternehmensformen, weil sie für den Großteil der insolvenzbetroffenen Jobs und Forderungen stehen.

Im zweiten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Firmenpleiten den höchsten Stand seit zwanzig Jahren. Zugleich rechnen Experten mit weiteren Stellenstreichungen in der Industrie. Betroffen sind vor allem die Autoindustrie, aber auch Maschinenbau und Bauwirtschaft. Im vergangenen Jahr gingen bereits mehr als 100.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren, im laufenden Jahr könnten weitere bis zu 100.000 dazukommen.

Als Ursachen gelten unter anderem Nachholeffekte aus der Corona Pandemie, höhere Zinsen, steigende Energiekosten, der Mindestlohnanstieg und verändertes Konsumverhalten. Während einige Experten von einer Marktbereinigung sprechen, sehen andere auch eine strukturelle Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft.

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