Der Windpark und das liebe Geld: Bürgerbeteiligungen geprüft
In Deutschland hat sich die Windenergie seit den frühen Anfängen stark entwickelt. Heute stehen dort rund 30.000 Windenergieanlagen, während Kernreaktoren abgeschaltet und abgerüstet werden. Wind und Solar tragen inzwischen wesentlich zur Energieversorgung bei. Mit Speichern, Wasserstoff und einem intelligenten Energiemanagement könne die Energiewende weiter vorankommen, heißt es.
Mit der dezentralen Struktur der Stromerzeugung wachsen auch die Anforderungen an die Steuerung. Anlagen stehen auf vielen Dächern, Grundstücken, in der Landschaft und teils auch im Wald. Zugleich spielt die Frage der Bürgerbeteiligung eine größere Rolle, weil die Anlagen sichtbar sind und die Menschen in ihrer Umgebung betreffen. Beteiligung werde in der Praxis oft als wirtschaftliche Beteiligung verstanden.
Genannt werden verschiedene Modelle, darunter Anrainerstromtarife, Sparmodelle und Nachrangdarlehen. Sie sollen Bürgern eine Beteiligung ermöglichen, ohne dass große Summen nötig sind. Bei einem Projekt der REZ in Brandenburg laufen Anrainerstrommodelle seit einigen Jahren erfolgreich, ein Projekt in Sachsen Anhalt kommt langsamer voran. Neu sind Nachrangdarlehen für Windparks im Rheinland, darunter ein Vorhaben der MLK Gruppe in Korschenbroich mit Laufzeiten von fünf und acht Jahren sowie Zinssätzen von 4,5 und 5 Prozent.
