65 Jahre Anwerbeabkommen: Zum Arbeiten gekommen, Heimat gefunden
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65 Jahre Anwerbeabkommen: Zum Arbeiten gekommen, Heimat gefunden

Vor 65 Jahren unterschrieben Deutschland und die Türkei das Anwerbeabkommen. Damals rechnete kaum jemand damit, dass Hunderttausende Menschen dauerhaft bleiben und in Deutschland eine Heimat finden würden. Viele von ihnen kamen als Arbeitskräfte, später holten sie auch ihre Familien nach.

Ein Beispiel dafür ist Atila Tosun aus Köln Ehrenfeld. Sein Vater kam 1965 aus der Türkei nach Deutschland und arbeitete zunächst bei Ford, später in einer Montagefirma. Tosun selbst kam 1979 nach Köln, machte einen Abschluss, begann eine Ausbildung und übernahm 1991 die Metzgerei, die er bis heute führt.

Der Integrationsforscher Yunus Ulusoy spricht von Erfolgen durch eigene Bemühungen der Betroffenen und private Unterstützung im Umfeld. Zugleich warnt Integrationsbeauftragte Natalie Pawlik vor bis heute fortwirkenden Benachteiligungen bei Bildung, Arbeit und Wohnungssuche. Für viele sei Deutschland dennoch längst zur Heimat geworden, auch für die Familie Tosun.

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