40 Jahre Umweltministerium: Einsatz für Klima und Natur
Vor 40 Jahren nahm das Bundesumweltministerium seine Arbeit auf, ausgelöst durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wenige Wochen zuvor. Bundeskanzler Helmut Kohl entschied damals, dass Deutschland ein eigenes Ressort für den Schutz von Natur, Flüssen, Meeren und den Umgang mit Atomkraft braucht. Zuvor waren die Zuständigkeiten auf mehrere Ministerien verteilt.
Beim Jubiläum in Berlin saßen sechs frühere Umweltministerinnen und Minister gemeinsam mit dem heutigen Amtsinhaber Carsten Schneider zusammen. Schneider betonte die Bedeutung von Zivilgesellschaft und unabhängiger Wissenschaft für die Umweltpolitik. Zugleich verwies er auf Fortschritte wie sauberere Gewässer, renaturierte Flüsse und den Ausbau von Wind und Sonnenenergie.
Die Politikwissenschaftlerin Lena Partzsch sieht als großen Erfolg, dass Deutschland seit 1990 Wirtschaftswachstum und Emissionen stärker voneinander entkoppelt habe als viele andere Länder. Angela Merkel erinnerte daran, dass Klimaschutz aus ihrer Sicht auch ohne Kernenergie möglich sei. Greenpeace forderte, Klima und Naturschutz als Grundlage für Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität stärker zu gewichten.
