2200 Polizisten im Einsatz: Festnahmen bei großer Razzia im Reinigungsgewerbe
Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind zehn Haftbefehle vollstreckt und Vermögensarreste in Höhe von 106 Millionen Euro umgesetzt worden. Rund 2200 Beamte durchsuchten 104 Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in acht Bundesländern. Die Ermittlungen richten sich gegen 23 Beschuldigte im Alter von 31 bis 59 Jahren.
Nach Angaben des Hauptzollamts Berlin soll die mutmaßliche Gruppe ausländische Arbeitnehmer gezielt nach Deutschland eingeschleust und bundesweit im Reinigungsgewerbe eingesetzt haben. Zudem steht sie im Verdacht, zahlreichen Arbeitnehmern aus Osteuropa geholfen zu haben, sich unerlaubt in Deutschland aufzuhalten.
Den Beschäftigten sollen Löhne gezahlt worden sein, die in keinem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit standen. Außerdem sollen Scheinrechnungen erstellt und Arbeitnehmer zum Schein bei vermeintlichen Subunternehmen angemeldet worden sein. Hauptbeschuldigter ist ein 50 Jahre alter Mann, der als Kopf der Bande gelten soll.
