Zwölf Tonnen Kokain importiert? Gericht lässt mutmaßlichen Drogenhändler überraschend frei
Das Düsseldorfer Landgericht hat im Prozess gegen einen Immobilienmakler wegen mutmaßlichen Kokainhandels überraschend die Freilassung des Angeklagten angeordnet. Der 34 Jährige bleibt gegen eine Kaution von 250000 Euro auf freiem Fuß, muss sich täglich bei der Polizei melden und seinen Pass abgeben.
Die Anklage wirft ihm vor, seit 2016 mit vier weiteren Männern zwölf Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen Euro aus Südamerika importiert und zudem mit Marihuana sowie Schusswaffen gehandelt zu haben. Im Verfahren verdichteten sich jedoch Zweifel, ob ihm der großangelegte Kokainhandel zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Den Handel mit Marihuana im Kilobereich hat der Makler eingeräumt.
Bei einer Razzia Ende Februar hatte Spezialkräfte das Haus des Mannes in Ratingen bei Düsseldorf durchsucht und ihn festgenommen. Nach vier mutmaßlichen Komplizen wird weiter gefahndet. Das Urteil soll am kommenden Dienstag verkündet werden.
