Zeit historischer Veränderung: Herrscht in Europa inzwischen ein neues Klima?
Europa erlebt nach Einschätzung von Klimaforschern eine Phase historischer Veränderungen. Der Sommer 2026 brachte in Westeuropa mehrere Hitzewellen, den wärmsten Juni seit Beginn der Messungen in der Region, schwere Waldbrände in Frankreich und Spanien sowie Rekordniedrigwasser am Rhein.
Der Deutsche Wetterdienst erklärte, die Hitzewelle im Juni wäre ohne Klimawandel statistisch unmöglich gewesen. Das Robert Koch Institut ordnete der Hitzewelle zwischen dem 22. und 28. Juni rund 9600 Todesfälle zu. Fachleute verweisen zudem darauf, dass sich extreme Wetterereignisse schneller entwickeln als in früheren Modellen erwartet. In Frankreich verbrannten bis Ende Juli 91000 Hektar, in Spanien mehr als 200000 Hektar.
Auch an den Flüssen zeigen sich die Folgen der Trockenheit. Am Rhein in Köln fiel der Pegel Anfang August auf 67 Zentimeter und damit auf einen neuen Tiefstand. Forschende warnen vor wachsenden Risiken für Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur in Europa. Einige Klimafachleute halten es dennoch für zu früh, bereits von einem dauerhaft neuen Klima zu sprechen.
