Zehn Jahre nach dem OEZ Anschlag: Trauernde Eltern kämpfen bis heute gegen Verharmlosung
Zehn Jahre nach dem Anschlag im Olympia Einkaufszentrum in München leiden Sibel und Hasan Leyla weiter unter dem Verlust ihres 14 jährigen Sohnes Can. Der Vater erlebte am 22. Juli 2016 den Anruf seiner Frau, die ihm von Schüssen im OEZ erzählte. Stundenlang wussten die Eltern nicht, was mit ihrem Sohn geschehen war. Erst in der Nacht erhielten sie die Nachricht, dass Can tot ist.
Die Familie wirft Polizei, Behörden und Politik vor, den Anschlag lange verharmlost zu haben. Besonders belastet die Leylas, dass die Tat zunächst als Amoklauf eingestuft wurde. Erst im Oktober 2019 bewerteten die Ermittler sie als rechtsradikal motiviert. Auch das Denkmal am Tatort kritisieren sie. Es sei zu schnell errichtet worden und brauche mehr Sichtbarkeit und Informationen.
Sibel und Hasan Leyla wollen weiter gegen Rassismus eintreten. Der Vater sagt, er habe seinem Sohn versprochen, solange er lebe für ihn zu kämpfen.
