Wieder tote Blauhelme: Was tut die UNIFIL im Libanon?
Im Südlibanon ist ein französischer UN Soldat getötet worden, drei weitere Blauhelme wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Nach Angaben der UN Mission UNIFIL wurden sie aus dem Hinterhalt mit Handfeuerwaffen beschossen, als sie einen Sprengsatz an einer Straße entfernen wollten. Emmanuel Macron machte die Hisbollah für den Angriff verantwortlich und forderte die libanesischen Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Die Hisbollah wies die Verantwortung zurück.
UNIFIL geriet in den vergangenen Wochen erneut zwischen die Fronten des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah. Seit Beginn der jüngsten Kämpfe am 2. März wurden im Libanon rund 2300 Menschen getötet, mehr als eine Million Menschen aus dem Südlibanon vertrieben. Seit Freitag gilt eine zehntägige Waffenruhe. UNIFIL zählt zu den gefährlichsten UN Missionen, seit 1978 kamen dort nach UN Angaben 343 Blauhelme ums Leben.
Die Mission wurde 1978 eingesetzt, um den Rückzug israelischer Truppen zu überwachen und Frieden im Südlibanon zu sichern. Heute beobachtet UNIFIL vor allem die Blaue Linie zwischen Libanon und Israel, patrouilliert in dem Gebiet und hält Kontakt zu den Streitkräften beider Seiten.
