Wie Waldbrände künftig mit weniger Wasser bekämpft werden können
Bei Dürre und Hitze kann Löschwasser knapp werden. Fachleute fordern deshalb für die Waldbrandbekämpfung neue wassersparende Methoden, bessere Ausrüstung und schnellere Unterstützung aus der Luft.
Der Waldbrandexperte Lindon Pronto sieht im Fall Main Kinzig in Hessen einen Anlass, die bisherigen Methoden zu überdenken. Statt große Flächen vorsorglich zu bewässern, sollten Brände stärker mit Schneisen begrenzt und Glutnester in feuchter, sandiger oder mineralreicher Erde erstickt werden. Für Deutschland sieht er bei Ausbildung und Ausrüstung Nachholbedarf.
Auch Ulrich Cimolino vom Deutschen Feuerwehrverband warnt vor zunehmender Wasserknappheit im Westen und Süden Deutschlands. Er fordert den Einsatz wassersparender Schläuche und einen schnelleren Zugang zu Löschhubschraubern und Flugzeugen. Im Harz kommt seit 2022 ein eigenes Löschflugzeug zum Einsatz, das dort nach Angaben des Landkreises schon kurz nach dem Alarm mit der Brandbekämpfung beginnen kann. Außerdem setzt die Feuerwehr dort auf einen Brandhemmer im Löschwasser.
