Wie Südafrika auf Proteste gegen Ausländer reagiert
Südafrika reagiert auf wachsende Proteste gegen Migranten mit neuen Maßnahmen gegen irreguläre Migration. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte an, die Grenzsicherheit zu verstärken, Korruption im Einwanderungssystem zu bekämpfen, Lücken im Recht zu schließen und stärker mit anderen afrikanischen Ländern zusammenzuarbeiten. Zugleich warnte er vor Selbstjustiz und betonte, niemand dürfe auf der Straße einen Nachweis der Staatsangehörigkeit verlangen.
Nach Angaben der Behörden wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als 100000 Migranten ohne Papiere abgeschoben und 2025 rund 450000 illegale Grenzübertritte verhindert. Die Proteste verschärfen die ablehnende Stimmung gegenüber Migranten weiter. Einige Demonstranten zweifeln an den Plänen der Regierung und halten sie für nicht umsetzbar.
Mehrere afrikanische Staaten reagieren bereits auf die Lage. Ghana erwägt rechtliche Schritte gegen Südafrika, während Nigeria und Malawi ihre Staatsangehörigen zurückführen beziehungsweise evakuieren wollen.
