Wie sich einige Jugendliche in Ostdeutschland schleichend radikalisieren
In Ostdeutschland beobachtet die Journalistin Manuela Müller nach eigenen Angaben eine schleichende Radikalisierung unter Jugendlichen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie sich Ostalgie, soziale Medien und Rebellion zu einer gefährlichen Mischung verbinden. Dabei gehe es nicht um gewalttätige Täter, sondern um junge Menschen, die mitlaufen und im Alltag auffallen.
Müller nennt als Merkmale einen bestimmten Kleidungsstil, Treffen auf Marktplätzen und enthemmte Sprüche. Auch Hakenkreuze auf Laternen, Garagentoren oder in Schultoiletten zählten dazu. Rechte Gruppen nutzten zudem Simson Veranstaltungen und die Verbundenheit vieler junger Menschen mit dem Moped für ihre Zwecke. Nach ihrer Beobachtung spielen dabei Gemeinschaftsgefühl, Enttäuschung und soziale Medien eine große Rolle.
