Westfalen setzt im Schwerlastverkehr auf Elektromobilität statt Wasserstoff
Die Westfalen Gruppe richtet sich im Schwerlastverkehr neu aus und setzt künftig auf batterieelektrische Mobilität statt auf Wasserstoff. Vorstandsvorsitzender Thomas Perkmann erklärte beim Handelsblatt Wasserstoff Gipfel in Berlin, dass sich der Wasserstoffhochlauf anders entwickelt habe als erwartet, während batterieelektrische Lastkraftwagen deutlich schneller vorangekommen seien.
Für die Entscheidung sei vor allem die Wirtschaftlichkeit ausschlaggebend gewesen. Im Schwerlastverkehr, in dem mit geringen Margen gearbeitet werde, böten batterieelektrische Antriebe derzeit in vielen Fällen Vorteile gegenüber Wasserstoff und auch gegenüber Diesel. Westfalen will den Ausbau von E Ladeparks für Lastkraftwagen deshalb weiter vorantreiben.
Im Wasserstoffgeschäft bleibt das Unternehmen weiterhin aktiv und versorgt Industriekunden seit mehr als 40 Jahren mit Wasserstoff. Eine Rolle könne Wasserstoff nach Einschätzung von Perkmann vor allem dort spielen, wo batterieelektrische Lösungen an technische oder infrastrukturelle Grenzen stoßen, etwa bei Schwer und Großraumtransporten oder fehlendem Netzanschluss.
