Welche Ideen zur Pflegefinanzierung diskutiert werden
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Welche Ideen zur Pflegefinanzierung diskutiert werden

Die Pflegeversicherung steht wegen steigender Ausgaben unter erheblichem Druck. Schon jetzt beziehen 6,1 Millionen Menschen Leistungen, mehr als doppelt so viele wie 2015. Für 2027 wird ein Defizit von mehr als 7,5 Milliarden Euro erwartet, für 2028 sogar von mehr als 15 Milliarden Euro. Der Beitragssatz liegt seit 2025 bei 3,6 Prozent des Bruttoeinkommens, Pflegeheimbewohner zahlen im Schnitt rund 3.245 Euro aus eigener Tasche zu.

Ein Reformkonzept von Gesundheitsministerin Nina Warken verzögert sich. In der Regierung wird über verschiedene Wege diskutiert, das Milliardendefizit zu begrenzen. Dazu zählen höhere Beiträge für Kinderlose, eine stärkere Belastung von Gutverdienern über eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und geringere Zuschüsse für Pflegeheimbewohner.

Auch ein stärkerer Zugriff auf Vermögen wird erwogen. CDU Politiker Albert Stegemann sprach sich dafür aus, dass vorhandenes Vermögen und auch das Eigenheim vor staatlicher Hilfe eingesetzt werden sollen. Zudem wird darüber diskutiert, die Einstufung in Pflegegrade zu erschweren und den Staat stärker bei versicherungsfremden Leistungen in die Pflicht zu nehmen.

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