Weiterhin große Dunkelziffer: Ebola breitet sich im Kongo rasch aus
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Weiterhin große Dunkelziffer: Ebola breitet sich im Kongo rasch aus

Im Kongo breitet sich der jüngste Ebola Ausbruch nach Angaben von Gesundheitsorganisationen weiter rasch aus. Mehr als 5000 Krankheitsfälle und fast 2500 Tote wurden in knapp 100 Tagen registriert. Der WHO Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Epidemie sei noch lange nicht unter Kontrolle und breite sich schneller aus als jeder frühere Ausbruch.

Experten und Hilfsorganisationen gehen zugleich von einer großen Dunkelziffer aus. Viele Fälle und Todesfälle dürften nicht erfasst worden sein. Nach Einschätzung von Tropenmediziner Maximilian Gertler wurde der Ausbruch sehr spät bemerkt und läuft wohl mindestens seit Anfang des Jahres. Ebola war zunächst in der Provinz Ituri bekannt, inzwischen wurde das Fieber in sechs Provinzen des Landes festgestellt.

Die Bekämpfung wird vor allem in ländlichen und unsicheren Regionen erschwert. Dort fehlen vielerorts rasche Diagnostik, Isolierstationen und ein leichter Zugang für Helfer. Bewaffnete Konflikte, Einschränkungen im Grenz und Flugverkehr sowie Angst in der Bevölkerung behindern den Einsatz zusätzlich.

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