Was tut die Politik für den Hitzeschutz?
Bund, Länder und Kommunen sind beim Hitzeschutz unterschiedlich gefragt. Vor allem Länder und Kommunen sind für Hitzeaktionspläne zuständig, der Bund setzt bisher vor allem Impulse und fördert einzelne Projekte. Dazu gehören ein Hitzeschutzplan für die Gesundheit, Strategien für Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Förderprogramme für die Sanierung von Gebäuden und den Umbau von Kitas und Krankenhäusern.
Ein dauerhaft stärkeres Engagement des Bundes scheitert bislang auch an der Finanzierung. Für einen breiteren Einstieg bräuchte es nach Angaben aus dem politischen Umfeld eine Änderung des Grundgesetzes. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist dazu ein Prüfauftrag enthalten.
Die Grünen fordern ein Fünf Milliarden Euro Programm für besseren Hitzeschutz, die Linksfraktion will mehr Schutz für Beschäftigte im Freien und in Innenräumen. Die Deutsche Umwelthilfe sieht deutsche Städte schlecht auf Hitze vorbereitet und verweist auf zunehmende Versiegelung sowie den Verlust von Bäumen. Experten kritisieren fehlende Vorgaben, knappe Kassen und Zuständigkeitsprobleme.
