Warum der Kanzler wackelt und weitere Lehren aus der Wahl in Sachsen Anhalt
Die Wahl in Sachsen Anhalt setzt Friedrich Merz und die CDU unter Druck. Schon am Wahlabend kamen aus den Reihen der Union erste Rücktrittsforderungen. Tim Brand von der Jungen Union Brandenburg verlangte einen personellen und politischen Neuanfang und forderte Merz zum Rücktritt als Bundeskanzler und CDU Vorsitzenden auf.
Von der Wahl profitierten auch SPD und Grüne, die vor Wochen noch um den Einzug in den Landtag gefürchtet hatten. Nach ersten Analysen gingen rund 18000 Stimmen von der CDU an die Grünen und etwa 13000 an die SPD. Bei den Grünen wurde das beste Ergebnis ihrer Geschichte in Sachsen Anhalt erzielt, zugleich spielten Leihstimmen und die Sorge vor einer starken AfD eine Rolle.
Die FDP verpasste ein erhofftes Comeback. Nach Angaben der Wählerwanderung wechselten rund 19000 Stimmen von den Liberalen zur AfD. Das BSW blieb trotz interner Streitigkeiten ein Faktor, während die AfD besonders von früheren Nichtwählern profitierte und fast 160000 Menschen zusätzlich mobilisierte.
