Wahl Patt in Israel: Likud wittert Betrug, Eisenkot führt Gespräche
Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich weiter keine klare Mehrheit für die Regierungsbildung ab. Nach Auszählung der meisten Stimmen liegt das rechtsreligiöse Lager von Benjamin Netanjahu vor dem Oppositionsblock um Gadi Eisenkot. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird am Freitag erwartet.
Netanjahus Likud Partei erhob nach dem starken Abschneiden arabischer Parteien Betrugsvorwürfe. Die Partei sprach von schweren Straftaten wie Bestechung, Drohungen, Gewalt, Fälschungen und dem Einsatz verbotener Software. Das Zentrale Wahlkomitee will die Beschwerde prüfen.
Eisenkot führte unterdessen Gespräche über mögliche Partner für eine künftige Regierung. Nach Angaben aus der Auszählung kommt Netanjahus Lager auf 53 Sitze, das Lager um Eisenkot auf 48. Eine wichtige Rolle bei der Regierungsbildung könnten die arabischen Parteien spielen, die gemeinsam auf 19 Sitze kommen.
