Vorwürfe an Israels Militär: B'Tselem nennt Tötungen palästinensischer Kinder im Westjordanland beispiellos
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Vorwürfe an Israels Militär: B’Tselem nennt Tötungen palästinensischer Kinder im Westjordanland beispiellos

Die israelische Menschenrechtsorganisation B Tselem wirft den israelischen Sicherheitskräften im besetzten Westjordanland ein beispielloses Ausmaß an Tötungen palästinensischer Kinder und Jugendlicher vor. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation 54 Minderjährige getötet, seit dem 7. Oktober 2023 insgesamt 235. B Tselem macht dafür eine Lockerung der Einsatzregeln und eine Politik der Straffreiheit verantwortlich.

Besonders viele Todesfälle gab es demnach 2023 mit 120 und 2024 mit 89. Schon 2022 sei die Zahl deutlich gestiegen. Im Bericht heißt es, die israelische Armee habe Ende 2021 tödliche Schüsse auf Steinwerfer erlaubt, später seien die Vorgaben weiter ausgeweitet worden. In fast einem Viertel der Fälle habe es zudem Verzögerungen oder Behinderungen beim Zugang von Rettungskräften gegeben. Anfang Juni 2026 befanden sich laut B Tselem noch immer 18 der 54 Leichen in israelischem Gewahrsam.

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