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Vier Tote bei US Angriff auf mutmaßliches Drogenboot

Bei einem weiteren US Militäreinsatz gegen Drogenschmuggel in der Karibik sind vier Menschen getötet worden. Das US Südkommando erklärte, das angegriffene Schnellboot sei nach Erkenntnissen der Geheimdienste am Drogenhandel beteiligt gewesen. Auf einem veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ein fahrendes Boot von einem Geschoss getroffen wird und in einem Feuerball aufgeht.

Der Angriff ist Teil des Einsatzes Southern Spear, den die USA Anfang September vergangenen Jahres begonnen hatten. Seitdem greift das US Militär nach Anordnung von Präsident Donald Trump immer wieder Schiffe in der Karibik und im östlichen Pazifik an, die nach Darstellung Washingtons für den Drogenschmuggel genutzt werden. Seit Beginn der Kampagne kamen dabei mehr als 220 Menschen ums Leben, zudem wurden Dutzende Boote zerstört.

Juristen und Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen und bezweifeln die Rechtmäßigkeit der tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern. Die US Regierung hat bislang keine öffentlich überprüfbaren Belege dafür vorgelegt, dass alle angegriffenen Schiffe tatsächlich am Drogenschmuggel beteiligt waren.

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