Viele Babyboomer übergeben in den kommenden Jahren ihr Eigenheim weiter
In den kommenden Jahrzehnten dürften immer mehr Häuser von Babyboomern auf den Markt kommen. Die geburtenstarken Jahrgänge aus der zweiten Hälfte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre besitzen nach Berechnungen der Immobilienplattform Jacasa einen erheblichen Teil des deutschen Wohneigentums, jede dritte Wohnimmobilie gehört demnach dieser Generation.
Experten erwarten zwischen 2040 und 2050 einen deutlichen Eigentumswechsel. Durch das größere Angebot könnten die Preise vieler Immobilien sinken, besonders in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Immobilienökonom Thomas Beyerle sieht dagegen in Ballungsräumen weiter steigende Miet und Kaufpreise, weil dort kaum zusätzliche Kaufangebote zu erwarten seien.
Viele der Häuser gelten laut Beyerle als Sanierungsfälle. Für Käufer seien der energetische Zustand und mögliche Modernisierungskosten wichtig. Staatliche Förderprogramme der KfW können bei Kauf und Sanierung unterstützen, etwa mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten.
