Vertrauliches Lagebild: BKA zählt bereits 165 mutmaßliche Sabotageakte
Das Bundeskriminalamt zählt in diesem Jahr bereits mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle in Deutschland. Zudem registrierten die Behörden bis Ende August 747 verdächtige Drohnensichtungen. Grundlage sind Angaben aus einem vertraulichen Lagebild, das dem NDR, dem WDR und der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
Zu den jüngsten Vorfällen gehören Angriffe auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein Westfalen. In beiden Fällen ermitteln Staatsanwaltschaften wegen Terrorismus oder verfassungsfeindlicher Sabotage. Ein Zusammenhang zwischen den Taten gilt als wahrscheinlich, die Täter sind bislang unbekannt.
Nach Angaben des BKA wurden in diesem Jahr außerdem 24 Ermittlungsverfahren wegen Spionage eingeleitet, darunter zwölf wegen Cyberspionage. Die Polizei stellte 112 Straftaten mit Spionagebezug fest. Schwerpunktregionen sind Brandenburg, Nordrhein Westfalen, Schleswig Holstein und Niedersachsen.
