Versuchter Drohnenanschlag: Ermittler identifizieren mutmaßliche Täter
Die Bundesregierung sieht die russische Regierung hinter dem versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig Halle. Innenminister Alexander Dobrindt sagte, die Erkenntnisse der Behörden wiesen auf Personen hin, die im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt hätten. Die Attacke zeige das bekannte Muster hybrider russischer Operationen in Europa.
Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben die Ermittler des Bundeskriminalamts inzwischen Tatverdächtige identifiziert. Bei einem Verdächtigen soll es sich um einen Belarusen handeln, dessen DNA entdeckt wurde. Er soll auch einen russischen Pass besitzen und mit einem italienischen Touristenvisum in den Schengenraum eingereist sein. Ein zweiter Mann soll als Logistiker und Instrukteur agiert haben und ebenfalls russische Verbindungen haben.
Die Ermittlungen stützen sich auch auf mehrere DNA Spuren vom Tatort und aus dem Umland des Flughafens. Daraus ergaben sich Treffer in europäischen Datenbanken, unter anderem in Litauen und Finnland. Russland weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer Provokation.
